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June 8, 2026
Externe Dienstleister benötigen regelmäßigen Zugriff auf kritische Systeme – doch unkontrollierter Drittanbieter-Zugriff ist eines der größten Sicherheitsrisiken. Erfahren Sie, wie Sie es mit PAM und JIT-Zugriff richtig absichern.
Ob Wartungstechniker, IT-Dienstleister oder Softwareanbieter: Fast jedes Unternehmen gewährt externen Dritten Zugriff auf seine IT-Infrastruktur. Das Problem: In den meisten Fällen geschieht das unkontrolliert, undokumentiert und weit über das notwendige Maß hinaus.
Laut einer Studie des Ponemon Institute sind externe Dritte an mehr als 51 Prozent aller Datenschutzverletzungen beteiligt. Gleichzeitig schreibt die NIS-2-Richtlinie (§ 30 BSIG) erstmals explizit vor, dass Unternehmen die Cybersicherheit ihrer gesamten Lieferkette – einschließlich externer Dienstleister – aktiv steuern und nachweisen müssen.
Dieser Artikel zeigt, warum klassische Lösungen wie VPNs das Problem nicht lösen, welche Anforderungen NIS-2 konkret stellt und wie ein sicheres Modell für externen Zugriff in der Praxis aussieht.
Wichtige Erkenntnisse
Externe Dienstleister brauchen Zugriff – das ist Realität in jedem Unternehmen. Wartungstechniker müssen auf Produktionssysteme, IT-Dienstleister auf Server, Softwareanbieter auf Testumgebungen. Das Risiko liegt nicht im Zugriff selbst, sondern in der Art, wie er gewährt wird.
In der Praxis sieht das häufig so aus: Ein Dienstleister erhält dauerhafte VPN-Zugangsdaten, die selten rotiert und nie entzogen werden – auch nicht nach Abschluss des Projekts. Einen vollständigen Überblick darüber, wer gerade auf welches System zugreift, hat die interne IT nicht.
Laut dem Ponemon Institute Third-Party Risk Report 2025 sind externe Dritte an mehr als 51 Prozent aller Datenpannen beteiligt. Der SolarWinds-Angriff – bei dem Angreifer über einen kompromittierten Softwareanbieter in Dutzende kritische Infrastrukturen eindrangen – ist das prominenteste Beispiel einer ganzen Kategorie von Angriffen, bei der privilegierter Drittanbieterzugriff der Einstiegspunkt war.
„Der gefährlichste Zugriff ist der, den Sie vergessen haben. Dauerhafte Credentials für externe Dienstleister sind stille Risiken, die wachsen, je länger sie existieren.“ — CISA Supply Chain Risk Management Guidance
Das erste Verteidigungsmittel, das die meisten Unternehmen einsetzen, ist ein VPN. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Wenn der externe Dienstleister nur über einen gesicherten Tunnel ins Netz kommt, ist die Verbindung doch sicher – oder?
Das Problem ist nicht die Verschlüsselung des Tunnels. Das Problem ist, was nach der Authentifizierung passiert. Ein VPN gibt dem externen Nutzer typischerweise Zugang zum gesamten Netzwerksegment, nicht zu einem spezifischen System oder einer spezifischen Aufgabe. Granulare Kontrolle – wer darf auf welches System, für welche Zeitspanne, für welche Aktion – bietet ein klassisches VPN nicht.
Drei strukturelle Schwächen machen VPNs für diesen Anwendungsfall ungeeignet:
Seit Dezember 2025 ist das NIS-2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG) in Deutschland geltendes Recht. § 30 BSIG schreibt zehn Mindestmaßnahmen vor – darunter explizit die Sicherheit der Lieferkette (Maßnahme 4) und Zugriffskontrolle (Maßnahme 9).
Was das konkret für externe Dienstleister bedeutet:
Wer externe Zugriffe nicht dokumentiert, kann diese Nachweispflichten nicht erfüllen. Mehr zu den NIS-2-Gesamtanforderungen: NIS-2: Was die neue EU-Richtlinie für Ihr Unternehmen bedeutet
Das Gegenteil eines unkontrollierten VPN-Zugangs ist ein zentralisierter Zugangspunkt, über den alle externen privilegierten Zugriffe laufen – mit vollständiger Kontrolle über jede Dimension des Zugriffs.
Ein sicheres Modell für Drittanbieter-Zugriffe hat vier Kernmerkmale:
Just-in-Time (JIT) Access ist der Gold-Standard für privilegierte externe Zugriffe. Das Prinzip: Ein externer Dienstleister erhält Zugang nicht dauerhaft, sondern nur für den spezifischen Zeitraum, in dem er tatsächlich benötigt wird – und verliert diesen Zugang automatisch danach.
Ein typischer JIT-Workflow läuft so ab:
Das Ergebnis: keine dauerhaften Credentials, keine schlummernden Zugänge, vollständige Nachvollziehbarkeit. Mehr zum Prinzip der minimalen Rechte: Das Prinzip der minimalen Rechte: Grundlage moderner Sicherheit
VISULOX ist als dezentrale Remote-PAM-Plattform für diesen Anwendungsfall gebaut: die sichere, kontrollierte Anbindung externer Dienstleister und interner Administratoren an kritische IT-Infrastrukturen – ohne Agenten, ohne Eingriff in den laufenden Betrieb.
Für einen umfassenden PAM-Einstieg: Privileged Access Management: Der vollständige Unternehmens-Guide
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Drittanbieter-Zugriffe sind eine der am häufigsten unterschätzten Angriffsflächen in der IT-Sicherheit. VPNs lösen das Problem nicht – sie verschleiern es. Die Kombination aus NIS-2-Anforderungen, wachsenden Lieferketten-Risiken und der Professionalisierung von Cyberangriffen macht einen strukturierten Ansatz zur Pflicht.
Mit einem zentralisierten PAM-Ansatz, JIT-Zugriffen und vollständiger Session-Aufzeichnung schließen Unternehmen nicht nur eine regulatorische Lücke – sie reduzieren aktiv ihre Angriffsfläche. VISULOX macht diese Kontrolle in unter zwei Tagen einsatzbereit, agentenlos und ohne Betriebsunterbrechung.
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